Der Tod aus Stockach. Fotos von der Rheinmetall-Website (Soldier Electronics)

Rheinmetall Soldier Electronics GmbH

  • Altes Werk Winterspürer Str. 17-19 · 78333 Stockach, 07771 81251
  • Neues Werk: Bodenseeallee 3 · 78333 Stockach, 07771 810

Die Rheinmetall Soldier Electronics GmbH (ehemals Oerlikon Contraves AG) ist eine selbstständige Tochtergesellschaft der Rheinmetall AG. Die Firma hat sich unter anderem auf die Entwicklung und Fertigung von Ausrüstung für die Infanterie spezialisiert.

Daten:

  • Beschäftigte in Stockach: ca. 100.
  • Auf der Liste der 100 größten Rüstungsfirmen der Welt ist Rheinmetall die Nummer 31.
  • Hier die offizielle Rheinmetall-Website: http://www.rheinmetall-defence.com/
  • Hier unser "Rheinmetall-Kunstwerk".
  • Übernahme durch Rheinmetall AG: 1999.
  • Umsatz: 1,89 Mrd. Euro (Rheinmetall Defence, 2009).

Die Einweihungsfeier für das Werk in der Bondeseeallee. Denken diese Leute an die unvorstellbaren Grausamkeiten des Krieges? Denkt jemand an die zerfetzten Frauen und Kinder? Denkt jemand daran, dass Rheinmetall-SE dem Tod dient?  ________________________

Rüstungsexporte Schwere Vorwürfe gegen Rheinmetall

Zitate aus: Frankfurter Rundschau, 28. Oktober 2016, von Steven Geyer

Über eine Tochterfirma soll Rheinmetall Bomben an Saudi-Arabien geliefert haben, die über dem Jemen abgeworfen wurden. Der Konzern nutzte dafür wohl einen Umweg. Pünktlich zur Vorlage der frischen Quartalsbilanz des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall am kommenden Montag prangern Menschenrechtler und Medien die Exportpraxis des Düsseldorfer Unternehmens an: Laut verschiedenen Quellen verkaufen ausländische Tochterfirmen des Konzerns Munition und Waffen an Kriegsparteien, die ihre Waffen in Krisenregionen einsetzen – derzeit zum Beispiel an die saudi-arabische Militärallianz, der Kriegsverbrechen im Jemen vorgeworfen werden ... Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat den Abwurf von 500-Kilo-Bomben aus der MK-Serie durch saudische Kampfflugzeuge dokumentiert, etwa im Mai 2015. Ein Code auf der Bombenhülle weist demnach auf RWM Italia als Hersteller hin: eine Tochterfirma von Rheinmetall. Auch die US-Enthüllungsplattform reported.ly berichtet von Fällen, in denen Rheinmetall auf diese Weise ganz legal deutsche Rüstungskontrollregeln umgehen konnte ... Zudem hält van Aken die Annahme, dass eine deutsche Firma in Italien keinerlei deutsche Technologie, Know-how oder Einzelteile nutzt, für überprüfungswürdig. „Das Bundesausfuhramt sollte das zumindest einmal grundlegend prüfen“, so van Aken. Sobald eine Konstruktionszeichnung von Deutschland nach Italien gehe, könne das genehmigungspflichtig sein – erst recht, wenn es um einen Zünder aus deutscher Produktion geht. Auch die Grünen sehen Regelungsbedarf: „Es braucht endlich ein gemeinsames strenges Rüstungsexportregime in Europa, da die Rüstungsunternehmen für den schnellen Gewinn auch skrupellos an brutale Kriegsparteien liefern“, sagte ihre sicherheitspolitische Sprecherin Agnieszka Brugger der Frankfurter Rundschau. „Sie nutzen dabei offensichtlich jede Lücke aus, die sich ihnen bietet.“

Plakat, etwa 4 x 3 Meter groß, am 17.09.2016 gesehen in Stockach an einer Hauswand.

Gladius ist lateinisch und heißt Schwert. Jesus Christus sagt: "Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen" (Evangelium nach Matthäus, Kapitel 26, Vers 52) Kennen diese vier Herren die Bibel?

Südkurier, 6.3.2014, Seite 6,  Foto und Text von Thomas Domjahn

Ihre präzisen Leichtgewichte sind Millionen wert

Das Stockacher Unternehmen Rheinmetall Soldier Electronics stellt moderne elektronische Ausstattungen für Soldaten her.

Stockach - Kein Staub, kein Lärm, kein Ölgeruch: So stellt man sich eine Werkshalle nicht vor. Doch bei der Rheinmetall Soldier Electronics GmbH kommt es auf Präzision an. Da würde jedes Staubkorn nur stören. Das mittelständische Unternehmen stellt vor allem sogenannte Laser-Licht-Module für Soldaten her. Diese werden an Handwaffen befestigt und dienen zum Erkennen und Markieren von Zielen. Selbst minimale Ungenauigkeiten dürfen sich diese Produkte nicht erlauben.

In der Produktion sind somit geduldige Feinmechaniker gefragt und keine robusten Kraftprotze. Das Produktionsprinzip ist tayloristisch, das heißt die einzelnen Arbeitsschritte sind detailliert vorgegeben. "Wir haben uns in einer Nische positioniert. Weltweit haben wir nicht mehr als zehn Konkurrenten" erklärt Geschäftsführer Wolfgang Kammerlander. Geschäftszahlen kommuniziert das Unternehmen nicht. Doch vor einigen Wochen hat die Firma einen Auftrag über 33 Millionen vom britischen Militär bekommen. Man kann sich also grob vorstellen, welche Werte das Unternehmen schafft.

"Wir halten uns strengstens an die rechtlich-politischen Vorgaben und liefern zum Beispiel nicht in sogenannte Schurkenstaaten." (Wolfgang Kammerlander, Geschäftsführer von Rheinmetall Soldier Electronics).

Ein großer Vorteil der Laser-Licht-Module, wie sie die Rheinmetall Soldier Electronics nach England liefert, ist ihr niedriges Gewicht. Das Gerät wiegt nur 244 Gramm und kann bedient werden, ohne dass der Soldat seine Hände von der Waffe nimmt. Auch bei extremniedrigen oder extrem hohen Temperaturen sei das Gerät einsetzbar, erläutert Wolfgang Kammerlander.

Kunden sind ausschließlich öffentliche Auftraggeber. Und bevor ein Kaufvertrag mit einem Kunden zustande kommt, muss immer das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle die Freigabe für das Geschäft erteilen. "Wir halten uns strengstens an die rechtlich - politisehen Vorgaben und liefern zum Beispiel nicht in sogenannte Schurkenstaaten" , erklärt Kammerlander.

Moralische Kritik an seiner Branche weist er entschieden als "Doppelmoral" und "Heuchlerei" zurück. "Wir sorgen dafür, dass der Soldat bei seinem Auftrag geschütztistund gesund bleibt. Die Bundeswehreinsätze sind politisch gewollt und wir liefern den Soldaten die nötige Ausstattung", erklärt Kammerlander, der Elektrotechnik an der HTWG in Konstanz studierte.

  • Die Rheinmetall AG: Der Konzern: Die Rheinmetall AG wurde 1889 gegründet und ist in den Bereichen Automobiltechnik und Rüstung tätig. Ihr Umsatz betrug 2013 rund 4,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sonderfaktoren lag bei 213 Millionen Euro. Rheinmetall hat weltweit fast 22 000 Mitarbeiter. Sitz des Unternehmens ist Düsseldorf.
  • Die Tochtergesellschaft: Rheinmetall Soldier Electronics wurde 1972 unter dem Namen Contraves gegründet und ist eine der zahlreichen Tochtergesellschaften der Rheinmetall AG. Sie hat sich auf die Produktion von Systemen für Infanteriekräfte spezialisiert. Das Unternehmen ist mit knapp 100 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Stockach. Das Unternehmen sitzt in Blumhof, dem gemeinsamen Gewerbegebiet von Stockach und Bodman-Ludwigshafen. (td)

Foto: Wölfgang Kammerlander, Geschäftsführer, von Rheinmetall Soldier Electronics, steht neben einer Soldatenfigur.

Das Unternehmen ist auch an folgenden Rüstungsprojekten beteiligt:

Heer: Gepard (Flugabwehrpanzer), auf dem Foto rechts ein Gepard der Rumänischen Armee. Skyranger (Flugabwehrsystem), Skyshield (Flugabwehrsystem), Skyguard (Flugabwehrsystem), CORECT Lenkmodul (MLRS) (Raketenlenkmodul), Infanterist der Zukunft, G36 Zubehör (Sturmgewehr), Multi-Sensor-Plattform, FCU-HW Feuerleitung

Marine: Marinegeschütz Millennium GDM-008, Multi-Sensor-Richtgerät TMX/EO, Optische Zielzuweiser TDS (Target Designation System.

 

Unsere Forderung an die Firma Rheinmetall Soldier Electronics: Stellen Sie unverzüglich um auf zivile Produkte! Keine Rüstungsproduktion, weder am Bodensee noch sonst irgendwo!