Salem: Radar für israelisches Militär, Radar für Militärsatelliten...

RST, Radar Systemtechnik GmbH,
gehört zur Firmengruppe OHB

Standort Nr. 1 (beim Bahnhof Salem)
Bahnhofstrasse 132, D- 88682 Salem

Telefon +49/7553/82790
mail: info@rst-group.biz

Management: Ing. Angelika Braun
und Prof. Dr. Hans-Martin Braun

Website: www.rst-group.biz. E-mail: h.braun@rst-group.biz
Zahl der Beschäftigten: 19, Wikipedia-Artikel: RST

Standort Nr. 2 (auf der Schweizer Seite des Bodensees, bei Altenrhein): 
RST Radar Systemtechnik AG,
Rheineckerstrasse 12, CH-9425 Thal, Telefon +41/71/250 0010.

So stellt sich die Firma RST selbst dar:

Im Jahre 1992 wurde die damalige "RST Raumfahrt Systemtechnik" durch Hans-Martin Braun und Angelika Braun in Salem gegründet. Seitdem arbeitet RST an der Entwicklung von SAR-Analyse und -Simulationssoftware für das deutsche Bundesministerium der Verteidigung mit. Diese Projekte wurden jeweils in Kooperation mit dem DLR und teilweise mit der Firma Dornier durchgeführt.

Von Beginn an war RST als Unterauftragnehmer von OHB Technology an der Auslegung und Entwicklung der SAR-Lupe-Satelliten beteiligt (Militärsatelliten für SatcomBw). Zu den Aufgaben gehörte neben der Auslegung der SAR-Sensoren auch die Prüfung der Messqualität, die Kalibrierung des Systems und die Entwicklung der SAR-Prozessoren für die Bilderzeugung. Die Arbeiten an SAR-Lupe führten zu Folgeaufträgen, das Unternehmen wurde mit der Beratung bei der Realisierung von Radarsatellitensystemen in verschiedenen Ländern beauftragt.

2008 übernahm die OHB Technology 50 % der Anteile der RST Raumfahrt Systemtechnik GmbH, welche 2009 auf 24 % reduziert wurden.  Im selben Jahr erfolgte die Umfirmierung zur RST Radar Systemtechnik GmbH.

Die RST wurde von Professor Hans Martin Braun (59), der immer noch an der Uni Stuttgart lehrt, 1992 gegründet. Im März 2010 bezog das Unternehmen, das sich zuvor in angemieteten Räumen im Media Markt Salem befand, ein neues Gebäude an der Bahnhofstraße zwischen Mimmenhausen und Neufrach.

Hier sind 19 Mitarbeiter, fast ausschließlich Ingenieure und zu einem Drittel Frauen, beschäftigt. Die Kosten des neuen Firmengebäudes beliefen sich auf rund zwei Millionen Euro. 200 000 Euro erhielt das Unternehmen aus dem „Förderprogramm Entwicklung Ländlicher Raum“ (ELR). Professor Hans Martin Braun ist graduierter Ingenieur der Nachrichtentechnik und promovierter Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik. Nach seinem Studium war er von 1976 bis 1989 bei der Firma Dornier beschäftigt. Danach war er bis 1992 bei der ESG (Elektroniksystemgesellschaft) München Programmchef der Raumfahrt. (as)

Foto oben: Hubschrauber der Firma Elbit/Israel. Damit werden Palästinenser angegriffen. Die Firma RST in Salem baut Radarsysteme für Elbit.


Firma RST feiert neues Gebäude

SÜDKURIER, 06.05.2010 Foto und Autor: Bernhard Conrads, Quelle.

Foto (Südkurier) von links nach rechts: stv. Bürgermeister Peter Frick, Angelika Braun, Gemeinderätin Ursula Hefler, Hans Martin Braun.


WIKIPEDIA Artikel SAR-Lupe (abgerufen am 30.11.2015)

ZITAT: "SAR-Lupe ist ein deutsches Satellitenaufklärungssystem. Es besteht aus fünf identischen Kleinsatelliten und einer Bodenstation (Erdfunkstelle) zur Satellitenkontrolle und zur Bildauswertung. Es ist das weltweit dritte Aufklärungssystem mit Synthetic-Aperture-Radartechnik, welches unabhängig von Wetter und Tageszeit hochauflösende Bilder von jedem Punkt der Erde liefern kann... Der endgültige Vertrag wurde schließlich am 17. Dezember 2001 unterzeichnet ... Auftraggeber: Das System untersteht der Bundeswehr, Auftraggeber sind das deutsche Bundesverteidigungsministerium (BMVg) und das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB). Die neugegründete „Abteilung satellitengestützte Aufklärung” (Abt SGA) des Kommando Strategische Aufklärung (KdoStratAufkl) betreibt das Nutzerbodensegment ... Auftragnehmer: Die Herstellung des SAR-Lupe Systems unterliegt einem Konsortium europäischer Unternehmen, angeführt von der OHB-System AG ...  RST war verantwortlich für die Auslegung der SAR-Sensoren und die Entwicklung des SAR-Prozessors."


Salem. Elegant und repräsentativ präsentiert sich das soeben fertiggestellte Betriebsgebäude der Firma RST Radar Systemtechnik in der Bahnhofsstraße zwischen dem Bahnhof und der Gemarkungsgrenze von Mimmenhausen und Neufrach. Dieser Eindruck verstärkt sich beim Betreten des architektonisch ungewöhnlichen, aber ansprechenden Hauses.

Dazu tragen wesentlich dessen großzügiger Schnitt und die stilvolle, aber dezent platzierte Kunst am Bau bei.

Die Firmeninhaber und Geschäftsführer, Professor Hans Martin Braun und Ingenieur Angelika Braun, feierten zusammen mit zahlreichen Geschäftspartnern und Freunden die Einweihung des Gebäudes. Als Vertreter der Gemeinde überbrachten Bürgermeisterstellvertreter Peter Frick und Gemeinderätin Ursula Hefler Glückwünsche.

Für die Firmeninhaber ist der Baustil in erster Linie eine Frage der Wahrnehmung des Unternehmens gegenüber Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit, gekoppelt mit praktischen Erwägungen. Wichtig waren zum Beispiel die Nähe zum Bahnhof und zu einem guten Gastronomie- und Hotelbetrieb. „Wir wollten ein Gebäude, das wirklich schön ist, das heraus sticht und wo man sich wohl fühlt“, erläuterte Hans Martin Braun den Gästen. „Mit dem Bau haben Sie einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens gelegt“, erwiderte Frick anerkennend. Musikalisch wurde die Einweihung von der Jazzformation „Seaway“ begleitet und Firmengründer Braun griff gelegentlich selbst zur Jazztrompete.


SÜDKURIER macht Werbung für Rüstungsfirma

- Artikel vom 31.12.2010 -

Salem – Aufwirbelnder Schnee in den Bergen, aufsteigende Sandwolken in Wüstengebieten, in Nebel gehüllte Autobahnen – das macht das Landen von Hubschraubern oft schwer, wenn nicht gar unmöglich. In Notfällen ein verhängnisvoller Umstand, dem die Salemer Firma Radar Systemtechnik GmbH (RST) ein spezifisches Radarsystem entgegensetzen will.

Anfang nächsten Jahres, wenn die endgültige Förderzusage aus dem Eurostars-Programm vorliegt, soll mit der Entwicklung begonnen werden. Projektpartner sind die israelische Firma Elbit Systems und die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF).

Die vor 18 Jahren von Professor Hans Martin Braun gegründete Firma RST ist mittlerweile zu einer international bekannten Adresse für die Entwicklung spezifischer Radargeräte geworden. Auf einer Radartagung in den USA sind vor zwei Jahren Vertreter von Elbit Systems, einem großen israelischen Unternehmen [Anmerkung: Die israelische Firma Elbit baut Kampfhubschrauber und bewaffnete Drohnen für israels Kriege im Gaza-Streifen und im Libanon, mit zehntausenden Toten und Verletzten]  mit der Frage auf Professor Braun zugekommen, ob er sich vorstellen könne, ein neuartiges Radar entwickeln zu können, das die bisherigen Landeprobleme von Helikoptern lösen könnte. Gemeint waren insbesondere die Sichtprobleme, mit denen sich die Hubschrauberpiloten durch den von den Rotorblättern aufgewirbelten Sand beziehungsweise Schnee konfrontiert sehen. „In den letzten Sekunden der Landung sehen die Piloten nichts mehr“, weiß Professor Braun. Dieselben Probleme stellen sich bei Nebel ein.

Nach einer genauen Analyse der Problemstellung sind wir zu der Auffassung gekommen, ein Radargerät, wie es von der Firma Elbit gefordert wird, zu entwickeln“, erklärt RST-Firmenchef Braun. Aufgrund dessen wurden auch Kontakte zur Deutschen Rettungsflugwacht geknüpft. Dort stieß dieses Projekt gleich auf großes Interesse. „Oft müssen nämlich Rettungseinsätze mit dem Hubschrauber wegen schlechter Witterungsbedingungen abgebrochen werden, weil die potenziellen Gefahren für die Besatzung zu groß ist“, erklärt Projekt-Koordinatorin Birgit Wieschermann von der Firma RST. Für Professor Braun ist dieser Umstand umso fataler, als sich die großen Massenkarambolagen auf Autobahnen gerade bei Nebel und Schneetreiben ereignen.

Ein positives Echo fand das Entwicklungsprojekt der Firma RST aber auch bei den Verantwortlichen des Eurostars-Programms, das zur Förderung innovativen Entwicklungen kleiner und mittlerer Unternehmen eingerichtet wurde. „Von 102 erfolgreichen Projektanträgen, die als förderwürdig anerkannt wurden, haben wir Platz 17 erreicht“, freut sich Birgit Wieschermann zusammen mit dem technischen Projektleiter Mickael Ferrand. „Darauf können wir als kleines Unternehmen richtig stolz sein“, ergänzt sie.

Bei der Antragstellung ist dem Salemer Unternehmen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Projektträger für das Bundesministerium für Bildung und Forschung ist, sehr hilfreich zur Seite gestanden. „Man hat gemerkt, dass dieser Behörde das Wohl der Mittelständler sehr am Herzen liegt“, betont Professor Braun.

Die Entwicklungsdauer für das Helikopter-Radargerät schätzt Birgit Wieschermann auf etwa zwei Jahre. „Auf jeden Fall muss am Ende ein marktfähiges Produkt stehen“, verweist Professor Braun auf die strengen Regeln des Eurostars-Programms. Ein Display mit 3-D-Abbildungen soll den Hubschrauberpiloten dann auch bei schlechter Sicht die Umgebung darstellen. Aber auch bei guter Sicht kann dieses Gerät hilfreich sein. „Oft kann ein Hubschrauberpilot im Sonnenlicht dünne Drähte von Leitungen nicht wahrnehmen“, erklärt Professor Braun. Das wird mit dem Radargerät, bei dem auf die weltraumerprobte hochauflösende Radarsensorik der Firma RST zurückgegriffen wird, dann anders.

Foto oben: Aus dem Werbeprospekt der Firma Elbit.
Foto Mitte: 
Mickael Ferrand und Birgit Wieschermann von RST mit ihrem Projekt "Helikopterradar".


Betriebsbesichtigung Fa. RST

Der SÜDKURIER macht ungefähr einmal pro Woche Werbung für eine Rüstungsfirma. Sind die Chefs dieser Firmen Sauna-Freunde? Oder Partei-Freunde? Oder waren sie in derselben Burschenschaft? Man weiß es nicht. Man vermutet es nur. Presserechtlicher Hinweis: Unterhalb dieser Linie --- beginnt der Artikel, der im SÜDKURIER am 26.09.2010 erschienen ist. Autor Frank Müller.

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Salem (as) Der vor einem halben Jahr bezogene Neubau der Firma RST Radar Systemtechnik ist zweifellos ein architektonischer Blickfang an der Salemer Bahnhofstraße. Der CDU-Ortsverband hat seine Mitglieder nun zu einer Besichtigung des von Professor Hans Martin Braun vor 18 Jahren gegründeten Hightech-Unternehmens organisiert. Ihnen hat sich auch der Bundestagsabgeordnete Lothar Riebsamen angeschlossen.
Was das als Stilisierung eines Eisenbahnwaggons konzipierte Gebäude von außen verspricht, hält es in seinem Inneren. Im Foyer zieht ein Wasserspiel den Blick der Besucher auf sich. Durch einen kleinen Computer gesteuert, rieselt immer wieder Wasser über ein an der Wand im Treppenhaus angebrachtes Kettennetz und sammelt sich in einer Wanne aus Lavastein. „Das schafft ein angenehmes Klima“, sagt Hans Martin Braun. An gutem Klima im Haus ist dem Firmenchef auch im übertragenen Sinn sehr gelegen. „Wenn Ingenieure eine gute innovative Arbeit machen sollen, müssen sie ein angenehmes Arbeitsumfeld haben.“ Das hat sich der promovierte Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik bei der Gestaltung des dreistöckigen Gebäudes zur Devise gemacht
Tatsächlich kommt aus dem Hause RST hochspezialisierte Radartechnik, die ihren Weg durch alle Welt geht und große Kreise um den Erdball zieht. Denn die RST ist auch in die Satellitentechnik involviert. Sie war an der Entwicklung des deutschen Aufklärungssatelliten beteiligt. Dass der von der OHB (Orbital- und Hochleistungstechnologie Bremen) gebaute und im Jahr 2006 ins All beförderte Satellit die nach Brauns Aussage weltweit beste Auflösung der Bilder liefert, geht auf das Konto der RST-Ingenieure. Acht Jahre waren sie mit diesem Projekt beschäftigt, und sind es immer noch. Hans Martin Braun zeigt in der Produktionshalle auf ein Sende- und Empfangsgerät von der Größe einer Obstkiste. Mit ihm wird der Aufklärungssatellit von der Bahnhofstraße aus kalibriert, das heißt auf Messabweichungen überprüft, wenn er alle drei Tage Salem überfliegt. Vier Sekunden sind dann Zeit, um die Daten auszutauschen.
Neben der Produktionshalle verweist Braun auf eine verschlossene Tür. „Da darf ich Sie nicht hineinführen, das ist der Geheimraum.“ Darin verarbeiten Prozessoren Geheimdaten des Verteidigungsministeriums. Der Geheimraum ist besonders gesichert und von einer Alarmanlage überwacht, die auf die Polizei geschaltet ist.
Die RST entwickelt aber auch Radarsysteme für zivile Zwecke. Augenblicklich wird an einer Helikopter-Radaranlage gearbeitet, die für die Eisdickenmessung und für die Erkundung oberflächennaher geologischer Strukturen vorgesehen ist. Ein Einsatzgebiet der Helikopter-Radaranlage wird auch die Aufspürung von Wasservorkommen in Trockengebieten sein. Ein bedeutendes Standbein der RST sind Radaranlagen, die im Bergwerksbau zum Einsatz kommen. Mit ihm können Risse bis zu drei Meter Gesteinstiefe erkannt werden.
„Höchstinteressant, auch wenn ich längst nicht alles verstanden habe“, bedankte sich der Salemer CDU-Vorsitzende Franz Jehle bei Hans Martin Braun für die Betriebsführung, während sich der Firmenchef für das Interesse am Unternehmen mit einem Glas Sekt [Anmerkung: Wurde auf die Toten angestoßen?] revanchierte. Dabei setzte er sich an den Flügel, der sich im Empfangsraum im zweiten Obergeschoss befindet, und bewies swingend, dass er dessen Klaviatur ebenso gut zu spielen versteht wie die der Radartechnik. [Hier Ende des Artikels.]


Hier ein Video, in dem auch die Firma
RST Radar Sytemtechnik genannt wird:
hier klicken.

 


Unsere Forderung an die Firma RST in Salem: Stellen Sie unverzüglich um auf zivile Produkte! Keine Rüstungsproduktion, weder am Bodensee noch sonst irgendwo!