4.v.links: Annemarie Scheuermann, Ausbildungsleiterin bei EADS-Cassidian.
SÜDKURIER Bodensee, 05.03.2012, S. 27. Foto Keller.


 


Die Rattenfänger vom Bodensee

Unter dem Deckmantel "Jugend forscht" suchen die großen Rüstungsfirmen MTU und EADS (und ZF) junge Talente. Das Ziel ist, diese jungen Menschen möglichst frühzeitig an diese Firmen zu binden. Die "jungen Talente" merken oft erst später - viel zu spät - dass es ihrer eigentliche Aufgabe ist, Waffenteile zu konstruieren. Schade! Diese intelligenten Menschen hätten in ihrem Leben sicher manche sinnvolle Dinge erfinden können!


Von links: Annemarie Scheuermann (Ausbildungsleiterin Cassidian), Simone Besemer (Duale Hochschule Ravensburg), Martin Stocker (Ausbildungsleiter ZF) und Berthold Porath (Direktor Dornier-Museum).

SÜDKURIER, Friedrichshafen 08.02.2012. Foto: Momsen.



In den drei Friedrichshafener Rüstungsfirmen sind für "Jugend forscht" zuständig:

  • Annemarie Scheuermann, EADS Deutschland GmbH, Kaufmännische Ausbildungsabteilung, D-88039 Friedrichshafen
  • Oliver Bittelmeyer, Tognum AG, Abteilung CPD, Maybachplatz 1, D-88045 Friedrichshafen

 


Eine Bühne für junge Tüftler

„Jugend forscht“-Regionalwettbewerb im Dornier-Museum unter dem Motto „Uns gefällt, was Du im Kopf hast“

Friedrichshafen (8.2.2012) In drei Wochen ist es so weit: Dann werden 95 Teilnehmer des diesjährigen „Jugend forscht“-Wettbewerbs im Dornier-Museum ihre Arbeiten einer hochrangigen Jury und der Öffentlichkeit präsentieren. Am Regionalwettbewerb Südwürttemberg haben die Kinder und Jugendlichen mit insgesamt 49 Arbeiten teilgenommen. Zwei davon kommen aus Friedrichshafen, dem Karl-Maybach-Gymnasium und dem Graf-Zeppelin-Gymnasium, die anderen Arbeiten kommen aus Konstanz, Bad Saulgau, Ravensburg, Überlingen, Singen und Stockach. Organisiert und ausgetragen wird der Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in diesem Jahr von den Firmen Cassidian, Tognum und ZF, erstmals beteiligen sich auch die Duale Hochschule Ravensburg und das Dornier-Museum. Alle Fäden laufen bei Annemarie Scheuermann von Cassidian zusammen, die in diesem Jahr die organisatorische Federführung übernimmt. Doch anders als in den Vorjahren planen erstmals alle beteiligten Firmen das Event Hand in Hand. „So schaffen wir es, einen einzigartigen Wettbewerb auszurichten“, so Scheuermann zum neuen Konzept. Erstmals werden alle eingereichten Arbeiten im Hangar des Dornier-Museums ausgestellt. „Wir freuen uns sehr, dass der Wettbewerb hier bei uns ausgetragen wird“, freute sich Direktor Berthold Porath.

 

Am Freitag, 2. März begutachtet die Jury die Wettbewerbsbeiträge, am Samstag, 3. März ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen, sich zwischen 8.30 Uhr und 10.30 Uhr einmal anzuschauen, auf welch pfiffige Ideen die Jugendlichen in diesem Jahr gekommen sind. „Wir haben schon ein paar der Beiträge angeschaut und es sind wirklich spannende Sachen dabei“, ließ Annemarie Scheuermann wissen. Ob es um „Das Verhalten der Bienen unter verschiedenen Einflussfaktoren“ geht oder was passiert, „Wenn Fliegen nicht mehr hinter Fliegen fliegen“ – das sind nur zwei der kreativen Themen, die in diesem Jahr eingereicht wurden. Der Sieger des Regionalwettbewerbs nimmt anschließend am Landeswettbewerb teil. Das große „Jugend forscht“-Bundesfinale findet im Mai in Erfurt statt.


Die Veranstaltung „Jugend forscht / Schüler experimentieren“ fand bereits zum 44. Mal auf dem Firmengelände von EADS in Ottobrunn statt.

An dem Wettbewerb nahmen 110 Jungforscher im Alter von acht bis zwanzig Jahren teil. Unter dem Motto „Bring' frischen Wind in die Wissenschaft“ wetteiferten die Jungforscher. Sie beschäftigten sich mit Fachgebieten verschiedener Naturwissenschaften sowie Arbeitswelt und Technik.
Keine Grenzen in Kreativität und Ideenreichtum

Das bunte Spektrum der vorgestellten Arbeiten reichte von Bestandsaufnahmen der Gelbbauch-Unke über Pflanzenfarbstoffe als Stromerzeuger bis hin zur sprachgesteuerten Babywiege. Den Schülern Alexej Preissler und Daniel Ryschkin gelang der Bau eines ungewöhnlichen Brunnens aus Luftballons. Maximilian Reh und Dominik Rethe trauten sich an komplexe stochastische Berechnungen von Spielsystemen beim Roulette heran. Jann-Lukas Meier hatte den Wunsch, den Schulalltag dem Trend der Zeit anzupassen. Dazu entwarf er eine iPhone-Anwendung für Schüler.

Sonderpreis: Flug im Helikopter-Simulator

Eurocopter ist ein Tochterunternehmen der EADS. Deshalb lud Eurocopter einen Preisträger zu einem Flug im Helikopter-Simulator im Werk Donauwörth ein. Diesen Sonderpreis gewann Kilian Huber vom Maria-Ward-Gymnasium in Altötting. Kilian Huber führte Aeroakustische Versuche mit Rotorprofilen durch.

Weitere Preise

Die besten Talente qualifizieren sich für die Landeswettbewerb im März und April. Außerdem erhielten zwei Jungforscher ein Forschungspraktikum in der zentralen Forschungsabteilung von EADS. Dieser Preis wurde für besonders innovative Arbeit mit Bezug auf Luft- und Raumfahrt vergeben. Zudem erhielt jeder Teilnehmer das EADS Flight Book. Dieses Buch vermittelt jungen Lesern auf eine verständliche aber anspruchsvolle Weise Themen der Luft- und Raumfahrt. Auch Geld- und Sachpreise wurden überreicht.

EADS unterstützt die Nachwuchs-Wissenschaftler

Dabei unterstützt EADS die Nachwuchswissenschaftler sowohl als Patenunternehmen als auch mit Sonderpreisen. Der Schülerwettbewerb „Ideenflug“, wird ebenfalls von EADS mitgetragen. Bei diesem Wettbewerb geht es um die Frage, wie wir zukünftig durch die Luft und das All fliegen.

Meldung vom 15.02.2012, Link zur Quelle


Postkartenidylle

Der Bodensee ist schön, und so denkt kaum jemand an die Opfer. Man sieht die Toten nicht. Man hört die Schreie der Verletzten nicht.

In einem alten Buch steht: "Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind." Weiter