Konstantin Wecker am 19.02.2015 in Bregenz, im Festspielhaus am See: "Es gibt viel Grund, sich zu empören. Zum Beispiel der Bodensee ... da bin ich vorher nochmal genau aufgeklärt worden, dass rund um den Bodensee die wohl größte Waffenhersteller-Mafia Europas angesiedelt ist. Da kann man sich informieren - und dagegen sich empören ...  Die Website ... wer will, kann es rausfinden. Ich bin grad vorhin in der Garderobe besucht worden von ein paar Friedensaktivisten..."


20.- 22.08.2015: Aktionstage der Initiative "Flüchtlinge für Flüchtlinge" mit Demonstrationen vor den Rüstungsbetrieben. Hier der Flyer.

  • 20.08.2015, 12.00 Uhr, vor der Firma ATM Konstanz. Demonstrationszug. 14 Uhr Zwischenkundgebung Marktstätte Konstanz. 16 Uhr Mowag Kreuzlingen.
  • 21.08.2015, 11.00 Uhr Firma Diehl Defence in Überlingen. Demonstrationszug. 14 Uhr Kundgebung Schiffsanlegestelle Überlingen. 20 Uhr Solidaritätsparty für Geflüchtete im "Contrast" in Konstanz
  • 22.08.2015, 14.00 Uhr, große Abschlusskundgebung auf der Marktstätte Konstanz

23.08.2015: "Philosophisches Café" in Lindau sind die "Anstifter" aus Stuttgart zu Besuch


RÜCKBLICK: 02.10.2015, Lindau: "Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen!"

Rüstungsexportentscheidungen 2014-2015

  • Genehmigung zum Bau einer Fuchs-Panzerfabrik von Rheinmetall in Algerien
  • September 2014 (Antikriegstag): Der Bundestag votiert mit den Stimmen der Regierungskoalition pro Kriegswaffenlieferungen in das Kriegsland Irak.
  • Mitte September 2014: Der BSR genehmigt in geheimer Sitzung Rüstungstransfers an arabische Staaten, zum Beispiel:
    > 13 Transportpanzer Dingo und 32 Spähfahrzeuge Fennek an Katar
    > 88 Allradfahrzeuge mit militärtscherAusrustung an Algerien
    > 4 Pionierpanzer Wisent, 3012 Maschlienpistolen und 20.000 Mörsergranatzonder an die VAE
    > 1 Wisent zu Testzwecken, 6 Wirkmittelwurfanlagen, Waffenstationen u.v.a. an Saudi Arabien
    > 1027 Maschinengewehre etc. an Jordanien, 1 Granatmaschinenwerfer an Kuweit
    > 500 Maschinenpistolen an den Oman
  • 2014/2015: Lieferung 16.000 Sturmgewehre G3/G36 mit 6 Mio. Schuss Munition.
  • 40 MG3 mit 1 Mto. Schuss Munition u.v.a an die Peschmerga im Nordirak
  • Beschluss des Bundessicherheitsrats 2015: vier Schießsimulationssysteme lnklusive Zubehör, Zieldarsteilungsgeräte für Infanteriewaffen mit Zubehör. Software und
  • Technologie an Saudi-Arabien
  • September 2015: Unterzeichnung einer Absichtserklsrung zum Verkauf von 28 Eurofighter-Kampffiugzeugen an Kuwait

RÜCKBLICK: 17.07.2015, 20:30-22 Uhr Hafenbühne Lindau

Sommernachtskonzert von „Keine Waffen vom Bodensee e.V.“


Bild (von links): Erich Zucalli, Lothar Höfler, John Gillard, Doris Zucalli
Mit dem Vorarlberger Gitarristen John Gillard und seiner Band im Mittelpunkt, geben die Veranstalter einen Querschnitt durch die Themen ihres Wirkens. Trotz der durchgehend ernsten und besorgniserregenden Themen, mit denen sie sich beschäftigen, haben die Aktivisten ihre Lebensfreude, die Leichtigkeit des Seins, das Genießen und Spielen nicht verlernt. So versprechen sie einen intensiven, informativen, musikalisch anspruchsvollen Abend mit einigen Überraschungen. Nach dem Erfolg 2013 ist dies das zweite Konzert dieser Art. Der Eintritt ist frei. Sitzgelegenheiten sind knapp. Wer kann, bitte eigene mitbringen.


RÜCKBLICK: "Das Ringen um den richtigen Weg zum Frieden"

Veranstalter: Ev. Kirchengemeinde Überlingen [Flyer als pdf]

  • Montag, 9.11.2015, Hermann Rampacher (Physiker, Überlingen) "Entstehung und Lösungsansätze normativer Zielkonflikte" (Gemeindehaus, Grabenstraße 2)
  • Dienstag, 10.11.2015, Stefan Maaß, Arbeitsstelle Frieden Baden: "Gewaltfreie Konfliktlösung - Alternativen zu militärischen Interventionen"
  • Montag, 16.11.2015, Bischof Cornelius-Bundschuh und Claus Günther von Diehl Defence. "Frieden schaffen - mit oder ohne Waffen?" Gemeindehaus. Nur für geladene Gäste.
  • Dienstag, 17.11.2015, Vortrag von Pascal Kober, Militärpfarrer, FDP-Politiker, Träger des alternativen Preises "Maschinengewehr in gold" (Gemeindehaus, Grabenstraße 2)
  • Mittwoch, 18.11.2015, Interreligiöses und interkonfessionelles Friedensgebet zum Buß- und Bettag in der Auferstehungskirche, Grabenstraße Überlingen

Rückblick: Wie funktioniert Kriegspropaganda und was kann man dagegen tun?

Vortragsabend mit Dr. Daniele Ganser, Historiker und Friedensforscher, Leiter des Schweizer Instituts für Friedensforschung und Energie (SIPER). Das Institut verfolgt eine klare Vision: Ausstieg aus der Gewaltspirale. Mittwoch 28.10.2015, Freie Waldorfschule Überlingen


Rückblick: "Lokale Produktion, globale Auswirkung? Schützt oder gefährdet die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie die Menschenrechte?“

Amnesty-Gruppe der Zeppelin-Uni, 28.10.2015, Podiumsdiskussion im „Forum“, Fallenbrunnen 3, Friedrichshafen. Zahlreiche Produzenten und Zulieferer der Rüstungsindustrie sitzen hier am Bodensee. Es diskutierten
•    Agnieszka Brugger (Mitglied des Bundestages, Verteidigungsausschuss, die Grünen)
•    Peter Scheben (Rüstungslobby, Bundesverband Verteidigungsindustrie)
•    Kai Hüwelmeyer (Ko-Gruppe Rüstung/Wirtschaft bei ai)


Sommer 2015: Unser Banner hängt in Bregenz am so genannten "Freudenhaus" an der Uferpromenade, 150 m vom Festspielhaus.


Rückblick: 6. APRIL 2015 INT. BODENSEE-FRIEDENSWEG IN BREGENZ


"Krieg ächten, Frieden schaffen", so das Motto der Veranstaltung. Rund 600 TeilnehmerInnen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechstenstein versammelten sich am Bodensee in Bregenz um für Frieden und gegen Krieg Stellung zu beziehen. (Foto: Ulrike Budner-Gasser)

Bregenz (epdÖ) - Unter dem Motto "Krieg ächten, Frieden schaffen" beteiligten sich rund 600 Friedensaktivisten aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein am Ostermontag, 6. April, am traditionellen internationalen Bodensee-Friedensweg 2015. Am Programm standen etwa ein Friedenspicknick, Friedensinseln mit künstlerischen Angeboten und Infoständen, ein interreligiöses Friedensgebet, das auch die Evangelische Pfarrgemeinde Bregenz mitgestaltete, sowie eine große Schlusskundgebung mit Reden von Davorka Lovrekovic, Präsidentin des Internationalen Versöhnungsbunds (Utrecht/Schöffengrund), und Andreas Zumach, UN-Korrespondent sowie Träger des Göttinger Friedenspreises (Genf).
Der so genannte "Krieg gegen den Terror" sei völlig gescheitert, sagte Zumach bei seiner Ansprache. Der islamistische Terror lasse sich nur mit wirtschaftlichen, entwicklungspolitischen und sozialen Maßnahmen überwinden, die die Herkunftsländer der Terroristen stabilisieren. Die Menschen, die dort oft in prekären Verhältnissen lebten, brauchten vor allem eine positive Lebensperspektive, dann werde für sie auch der Dschihad an Attraktivität verlieren, zeigt sich der Friedensexperte überzeugt. Harsche Kritik übte er an den Waffenexporten in Krisenregionen. "Statt dort demokratische Kräfte zu unterstützen haben wir Diktaturen unterstützt und die Konflikte damit aufgeheizt. Das rächt sich jetzt bitter, gerade im Nahen Osten und in Nordafrika, denn heute erleben wir, dass diese Waffen benutzt werden." Zumach verweist darauf, dass rund um den Bodensee 27 Unternehmen mit Rüstungsgütern ihr Geld verdienen.

Lovrekovic rief dazu auf, den "Waffen vom Bodensee" wie Flugzeugmotoren, Lenkwaffen und Drohnen die Alternative "Friedensregion Bodensee" entgegenzustellen. Im Fall der unbemannten Kampfdrohnen fordert sie eine internationale Ächtung. Diese Waffen würden nicht nur einen ungeheuren Schaden anrichten, sie trügen letztlich auch zur Destabilisierung internationaler Beziehungen bei. Drohnen müssten genauso verboten werden wie biologische und chemische Waffen oder Landminen, so die Präsidentin des Internationalen Versöhnungsbunds. Die bereits erkämpften Verbote ganzer Waffengattungen zeigten, dass sich der Einsatz lohne und dass die Friedensbewegung mit ihren Forderungen "in der Mitte der Gesellschaft" stehe.

Mehr als 60 kirchliche, soziale, gewerkschaftliche und friedenspolitische Organisationen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland hatten zu dieser Veranstaltung eingeladen, darunter etwa Amnesty International, der Internationale Versöhnungsbund, der Schweizerische Friedensrat und Pax Christi sowie die Evangelische Pfarrgemeinde A.u.H.B. Bregenz.


Rückblick: 1. Sept. 2015, KEINE WAFFEN VOM BODENSEE

Gegen eine neue Rüstungsspirale – Für die Integration von Flüchtlingen! DGB, DFG-VK, Die Linke, GEW, Kath. Betriebsseelsorge, Pax Christi, ver.di, VVN-BdA. Referent: Jürgen Grässlin, Autor und Rüstungsexperte, Dienstag, 1. September 2015, 18:30 Uhr, Gemeindesaal St. Nikolaus, Karlstraße 17, 88045 Friedrichshafen - „Gewalt kann nicht mit Gewalt eingedämmt werden. Der DGB fordert daher, die weltweiten Ausgaben für Militäreinsätze und Rüstung drastisch zu reduzieren und das eingesparte Geld für Bildung und nachhaltige Entwicklung zu verwenden.“(DGB-Bundeskongress, Mai 2014) ... Die Bundesregierung hat angekündigt, dass der Verteidigungsetat 2016 um 1,4 Milliarden auf 34,4 Milliarden Euro aufgestockt werden soll. Der Skandal: Die IG-Metall macht eine parallele Gegenveranstaltung: 01.09.2015, 18 Uhr Graf Zeppelin Haus, Friedrichshafen "Konflikt am Rande Europas" Vortrag von Matthias Dembinski vom Leibniz-Institut in Frankfurt.


Rückblick 11.11.2015: Zwei israelische Kriegsdienstverweigerer informieren.

Der 21-jährige Yaron Kaplan entschied nach zwei Jahren Militärdienst, jede weitere Dienstableistung zu verweigern: "Wir müssen den PalästinenserInnen die Hand entgegenstrecken, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen... Mittwoch, 11.11.2015, 20 Uhr, Infoabend im Club Vaudeville, Von-Behring-Str. 6-8, 88131 Lindau, Telefon: 08382/977116. Veranstalter: „Keine Waffen vom Bodensee e.V.“, attac, ai, CV, Connection e.V etc


Postkartenidylle

Der Bodensee ist schön, und so denkt kaum jemand an die Opfer. Man sieht die Toten nicht. Man hört die Schreie der Verletzten nicht.

In einem alten Buch steht: "Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind." Weiter