MTU Rolls-Royce wird zu 12 Mio Euro Strafe verurteilt, wegen Bestechung südkoreanischer Militärs und Beamten. Video SWR-Landesschau Banden-Württemberg vom 5.4.2016.

MTU (Rolls-Royce): der unterschätzte Rüstungskonzern

Der südkoreanische Panzer "K1-Type 88" fährt mit MTU-Motor

Friedrichshafen liefert Waffenteile in eine Krisenregion. Nord- und Südkorea befinden sich noch immer im "kalten Krieg". Nach dem deutschen Kriegswaffenkontrollgesetz sind Waffenlieferungen in Krisenregionen ausdrücklich verboten. Wenn es zwischen beiden Ländern zum offnen Krieg kommt, sterben tausende Menschen durch unsere Waffen(teile). Was sind uns unsere Arbeitsplätze wert? Die Daten des Panzers finden sie unten. Zum SÜDKURIER-Artikel vom 26.10.2011 hier.

Die Daten "K-1 Type 88"

Besatzung: 4 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze)
Länge: 7,48 m.  Breite: 3,60 m.  Höhe: 2,25 m.  Masse: 52 Tonnen
Hauptbewaffnung: 1 × 105-mm-Zugrohrkanone (K1) oder 1 × 120-mm-Glattrohrkanone (K1A1)
Sekundärbewaffnung: 1 × 12,7-mm-Flugabwehr-MG (Deckaufbau) und 1 × 7,62-mm-Maschinengewehr (koaxial)
Antrieb: wassergekühlter 8-Zylinder-MTU-Dieselmotor 871 Ka-501, 880 kW (1200 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h (Straße).  Leistung/Gewicht: 17 kW/t (23 PS/t)
Reichweite: 500 km

Der K1 Type 88 ist ein südkoreanischer Kampfpanzer. Er wurde Anfang der 1980er-Jahre von Hyundai und General Dynamics im Auftrag der südkoreanischen Regierung entwickelt und 1988 der südkoreanischen Armee übergeben.

Dabei wurden die speziellen südkoreanischen Anforderungen in der Entwicklung und Produktion dieses Kampfpanzers berücksichtigt, zum Beispiel die Körpergröße der Soldaten und die besonderen Geländeverhältnisse. Die Wanne und der Turm orientieren sich in ihrer Formgebung am deutschen Kampfpanzer Leopard 2 und am amerikanischen M1A1, des Gleichen wird auch die dort verwendete Verbundpanzerung eingesetzt. Der Gesamtaufzug des Panzers ist mit einer Höhe von 2,25 Meter für einen Turmpanzer sehr niedrig. Die hydropneumatische Federung bietet die Möglichkeit, den Richtbereich der Kanone nach Höhe und Tiefe zu vergrößern, eine angesichts der gebirgigen Landschaft der Koreanischen Halbinsel wichtige militärische Forderung.

Der Triebwerksblock besteht aus einem 8-Zylinder-MTU-Dieselmotor mit 880 kW (1200 PS) und einem ZF-Automatikgetriebe. Die Feuerleitanlage besteht aus amerikanischen Bauteilen. Als Hauptbewaffnung dient die weltweit verbreitete 105-mm-Zugrohrkanone L7. Der weiterentwickelte K1A1 ist mit der von Rheinmetall entwickelten 120-mm-Glattrohrkanone bewaffnet und dank Wärmebildgerät voll nachtkampffähig.