Traurig schöner Bodensee - und warum er manchmal so wütend ist

Wer möcht ihn vermissen, den Blick über´n See,
in der Ferne die Berge, am schönsten mit Schnee.
Die Landschaft paradiesisch, reich an Obst und Gemüs,
an den Hängen der Wein, so edel und süß.
 

Schöne Orte am Ufer, gepflegt und charmant,
hier kann sich erholen, wer müd und ausgebrannt.
Doch wo bleibt der Charakter, unsere Zukunft zerbricht,
wenn Profit nur und Wohlstand das Wichtigste ist.


Denn seit jenem Erfinder, Graf Zeppelin genannt,
ist Waffenbau das Topgeschäft im Bodenseeland.
Da wird produziert und geliefert, an Freund und Despot,
für so manchen bedeutet´s den sicheren Tod.


Hinterfragt wird das selten, dazu hat kaum einer Mut,
es ist schlichtweg kein Thema, denn uns geht´s ja gut.
Auch die Dichter und Denker hüllen brav sich in Schweigen,
anstatt die Fakten zu beleuchten und Flagge zu zeigen.


Das heißt - einen der Künstler, plagt nun doch eine Ahnung,
LENK´ t schon mal tapfer vier Panzer, gen´Zelle als Mahnung.
Was machen wir Menschen, bloß mit unsrer Welt,
wir zerstören sie egoistisch, für Macht und für Geld?


Und welch ein Irrsinn zu glauben, mit immer mehr Waffen,
könnte man Frieden und Gerechtigkeit schaffen.
Lasst uns lieber mit  Weitsicht gemeinsam agieren,
so dass ALLE gut leben, wir sollten´s probieren!


Heinrich Schuster, Radolfzell, 2014


Für den Triumph der Waffenlobby
reicht es schon,
wenn viele friedliebende Menschen
nichts tun!


Aktuell: Rüstungsgegner spenden für Syrien-Kriegsopfer: Die Wunden heilen helfen, die auch deutsche Waffen und Rüstungsgüter im Syrienkrieg Menschen zufügen, war das Motiv für eine 4-stellige Euro-Spende von Mitgliedern des Vereins "Keine Waffen vom Bodensee (KWvB)e.V.", an Dr. Adnan Wahhoud aus Lindau... (weiter)

Postkartenidylle

Der Bodensee ist schön, und so denkt kaum jemand an die Opfer. Man sieht die Toten nicht. Man hört die Schreie der Verletzten nicht.

In einem alten Buch steht: "Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind." Weiter