März 2017: Dieser Airbus-Firmenbereich wurde von dem "internationalen Finanzinvestor" KKR aufgekauft und an die Firma Hensoldt weiterverkauft.


März 2016: Airbus verkauft Rüstungselektronik

21.03.2016 Schwäbische Zeitung
Airbus verkauft Rüstungselektronik
Standorte in Ulm, Oberkochen und Immenstaad gehen an US-Finanzinvestor KKR
RAVENSBURG - Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus will sein Geschäft mit Rüstungselektronik für umgerechnet 1,1 Milliarden Euro an den US-amerikanischen Finanzinvestor KKR abgeben. Das teilte das Unternehmen am späten Freitagabend mit. Damit haben sich die seit mehreren Monaten gärenden Gerüchte über einen Verkauf bestätigt. Airbus hatte 2014 im Rahmen einer Strategieüberprüfung entschieden, sich auf die Kernaktivitäten Luft- und Raumfahrt zu konzentrieren. Die Rüstungselektronik, die 2014 unter das Dach von Airbus Defence and Space schlüpfte, gehörte nicht mehr dazu. Mitte Februar hatte Airbus angekündigt, den Verkauf der Sparte bald abschließen zu können. Betroffen davon ist das Geschäft mit Radartechnik in Ulm, das Geschäft mit optischen und optronischen Produkten in Oberkochen (Airbus Optronics) und das Geschäft mit Flugsteuerungen (Avionik) in Immenstaad am Bodensee. Angaben von Airbus zufolge beschäftigt die Sparte weltweit rund 4000 Mitarbeiter, kommt auf ein Umsatzvolumen von gut einer Milliarde Euro jährlich und erwirtschaftet eine Umsatzrendite von annähernd zehn Prozent. Am Hauptsitz in Ulm sind etwa 3000 Mitarbeiter in der Entwicklung und Fertigung komplexer Sicherheitselektronik für Flugzeuge und Fahrzeuge sowie Radaranlagen und Funküberwachungssysteme tätig. Der Standort gilt als „Radarhochburg“, die Produkte und Systeme genießen weltweit einen hervorragenden Ruf. Hier wurde etwa das Radar für das Kampfflugzeug Eurofighter entwickelt, und selbst die US-amerikanische Küstenwache setzt in ihren Booten auf die Technik aus Ulm ...

Um das Geschäft abschließen zu können, musste Airbus dem Vernehmen nach die verlustreichen Aktivitäten mit der elektronischen Grenzsicherung im Mittleren Osten abtrennen und will das Geschäft vorübergehend selbst weiterführen....

„Der gesamte Verkaufsprozess fand in enger Abstimmung mit dem Wirtschafts- und Verteidigungsministerium statt. Wir gehen deshalb davon aus, dass wir die Transaktion planmäßig im ersten Quartal 2017 abschließen können“, sagte Taitsch...


Aktuell: Rüstungsgegner spenden für Syrien-Kriegsopfer: Die Wunden heilen helfen, die auch deutsche Waffen und Rüstungsgüter im Syrienkrieg Menschen zufügen, war das Motiv für eine 4-stellige Euro-Spende von Mitgliedern des Vereins "Keine Waffen vom Bodensee (KWvB)e.V.", an Dr. Adnan Wahhoud aus Lindau... (weiter)

Postkartenidylle

Der Bodensee ist schön, und so denkt kaum jemand an die Opfer. Man sieht die Toten nicht. Man hört die Schreie der Verletzten nicht.

In einem alten Buch steht: "Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind." Weiter