"IDAS" - Diese primitive Diehl-Rakete arbeitet mit Angst und Schrecken. Sie tötet Menschen an Land und auf Schiffen. Intelligent wäre es, Konflikte frühzeitig zu erkennen und mit professionellen Methoden gewaltfrei zu lösen.

Die IDAS ist serienreif ungefähr ab dem Jahr 2014.

Wie man an dem Foto rechts sieht, passen immer zwei Raketen hintereinander in ein Torpedorohr. Und nebeneinander. Das heißt: Es passen vier IDAS in ein Rohr.


Flugrevue 31.05.2008 (Quelle) [Foto oben: Wikipedia]

IDAS-Flugkörper erstmals vom U-Boot gestartet

Der U-Boot-Lenkflugkörper IDAS (Interactive Defence and Attack System for Submarines) ist heute zum ersten Mal von einem getauchten U-Boot erfolgreich zu einem Testflug gestartet.

Versuche von Land aus waren vorher bereits erfolgreich. U33 (Klasse 212A) startete vor der Eckernförder Bucht den gelenkten Flugkörper aus einem Torpedorohr. Noch unter Wasser entfaltete er seine Flügel, zündete das Triebwerk und durchstieß die Wasseroberfläche. Danach ging IDAS in einen kontrollierten Flug über. Nach Versuchende wurden Teile des Flugkörpers wieder geborgen.

"Mit IDAS könnten unsere konventionellen U-Boote künftig das fortschrittlichste Selbstverteidigungssystem der Welt erhalten", sagt Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker. "Das Waffensystem bietet für U-Boote in küstennahen Gewässern den größtmöglichen Eigenschutz", ergänzt der Befehlshaber der Flotte. Nach der derzeitigen Bundeswehrplanung könnte der Flugkörper frühestens 2014 der Marine zur Verfügung gestellt werden.

Der Lenkflugkörper IDAS ist der erste Flugkörper, der sich unter Wasser ohne zusätzliche Schutzhülle bewegt. Er kann dadurch sehr platzsparend im U-Boot gelagert werden. Kein anderes System konnte bisher den zuverlässigen Einsatz eines Lichtwellenleiters beim Austritt aus der Wasseroberfläche demonstrieren. Die Arbeitsgemeinschaft IDAS besteht aus Diehl BGT Defence (DBD), Howaldtswerke Deutsche Werft (HDW) und Kongsberg (KDA).


Werbetext der HDW-Werft (download 9.6.2012):

"Das neuartige Flugkörpersystem IDAS (Interactive Defence and Attack System for Submarines) ist ein Mehrzweckflugkörper für U-Boote.

Ursprünglich als Mittel zur Selbstverteidigung des U-Bootes gegen U-Jagd-Hubschrauber konzipiert, wurde das Flugkörpersystem IDAS zu einem vielseitigen Einsatzmittel weiterentwickelt. Hiermit ist das getaucht fahrende U-Boot in der Lage, Luft-, Überwasser- und küstennahe Landziele mit hoher Präzision zu bekämpfen.

Innerhalb der deutsch-norwegischen Arbeitsgemeinschaft ARGE IDAS werden der Flugkörper und das Glasfasersystem von Diehl BGT Defence entwickelt. Die norwegische Firma Kongsberg Defence & Aerospace ist für die Integration in die Waffenleitanlage zuständig und HDW ist verantwortlich für die Systemintegration in das U-Boot. Darüber hinaus ist HDW Sprecher der ARGE IDAS.

Das Einzigartige an IDAS liegt darin, dass der Flugkörper während der Gesamtdauer seines Einsatzes über ein faseroptisches Kabel mit der Operationszentrale des U-Bootes verbunden bleibt. Sein bilderzeugender IR-Suchkopf sendet über die Glasfaser permanent Bilder direkt auf die Bedienkonsole im U-Boot. So kann der Bediener den Flug optisch verfolgen und bei Bedarf das Ziel wechseln oder den Einschlagpunkt neu bestimmen. Die extreme Treffergenauigkeit führt dazu, dass ein kleiner Gefechtskopf ausreicht, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Kollateralschäden können dabei in einer Weise vermieden werden, wie dieses bei einem Einsatz von Torpedos und schweren Seezielflugkörpern nicht möglich ist.

Das Flugkörpersystem erweitert die Fähigkeit des U-Bootes, flexibel auf eine Vielzahl unterschiedlicher Situationen reagieren zu können. Es hat seine Realisierbarkeit in drei erfolgreichen Flugversuchen nachgewiesen. Nach Abschluss der Detailkonstruktion und der Qualifizierung wird IDAS serienreif sein und zur Verfügung stehen."


Postkartenidylle

Der Bodensee ist schön, und so denkt kaum jemand an die Opfer. Man sieht die Toten nicht. Man hört die Schreie der Verletzten nicht.

In einem alten Buch steht: "Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind." Weiter